Freundschaft über die Kontinente hinweg

Wenn es jemanden privat oder beruflich an das andere Ende der Welt verschlägt, ist das alles erst einmal aufregend, neu und spannend. Aber irgendwann kommt der Punkt, der ein oder andere mag ihn Heimweh nennen, an dem man nicht nur seine Familie sondern auch seine Freunde ganz arg vermisst. Freunde, die einem aus der Schulzeit oder dem Judoverein erhalten geblieben sind, die einen durch die Höhen und Tiefen des Studiums begleitet haben oder Menschen, denen man begegnet und sie in seinem Leben nicht mehr missen möchte. Keiner dieser Menschen ist selbstverständlich. Und so sehr man die guten Zeiten mit ihnen liebt, so sehr hasst man Belehrungen oder einen „gut gemeinten“ Rat, der gerade nicht in die Gesamtsituation passt. Dennoch lässt sich Freud und Leid gemeinsam mit ihnen in jeder Lebenslage ertragen.

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Edouard Monet, Musik im Tuileringarten, 1862.
Öl auf Leinwand, 76,2 x 118,1 cm.
The National Gallery, London.

Am anderen Ende der Welt ist man nun zwar immer noch dank der modernen Technik von Internet, E-Mail und Skype miteinander verbunden, und auch ein gelegentlicher Brief erhält die Freundschaft, aber irgendwie fehlt da etwas – das gemeinsame Bier nach Feierabend mit den alltbekannten Gesichtern, Renovierungsaktionen in der Küche oder Gespräche über das aktuelle Liebesleben – eine vertraute Interaktion mit Freunden, die den Alltag bereichert.

Und es ist großartig, dass man auch am anderen Ende der Welt gute und sehr gute Freunde findet, die einen gemeinsamen Feierabendumtrunk nicht verschmähen und auch mit ihren ungefragten Ratschlägen (leider) nicht zurückhalten.

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Edouard Manet, Abfahrt des Folkstonedampfers, 1869.
Öl auf Leinwand, 60 x 73,5 cm.
Philadelphia Museum of Art, Philadelphia.

Und da unsere Welt immer internationaler wird, sind vielleicht gerade die so geliebten und gleichzeitig verhassten sozialen Netzwerke für einen Großteil unserer Weltenbummler so wichtig, weil sie so nicht nur in Kontakt mit ihren „Freunden“ bleiben, sondern auch durch eine mitunter überschwängliche Anzahl von Fotos bildlich an ihrem Leben teilhaben können, ganz nach dem Motto: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Und genau diesem Motto folgend, präsentiert die Royal Academy of Arts London noch bis zum 14. April die Ausstellung Manet – Portraying Life. Lassen Sie sich alternativ mit dem Titel Manet von Nathalia Brodskaya des Verlages Parkstone International in die Welt der Bilder des Impressionisten entführen.

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